Braucht meine Festplatte ein Firmware-Update?

Braucht meine Festplatte ein Firmware-Update?





Die kurze Antwort ist: Die meisten Benutzer brauchen kein Firmware-Update durchzuführen. 
Tausende von Festplatten kommen mit jeder gegebenen Firmwareversion auf den Markt.

Tausende von Festplatten werden mit derselben Firmwareversion verkauft.
Externe, SATA- und ATA-Festplatten, die in PCs und für den Privatgebrauch genutzt werden, werden im Werk ausführlich geprüft. Sie sind nicht auf Firmware-Updates durch den Benutzer ausgelegt.

Firmware-Updates

Ein Firmware-Update bringt selbst unter günstigsten Umständen Risiken mit sich. So kann etwa die Festplatte beschädigt werden, falls während des Updates der Strom ausfällt. Externe, SATA- und ATA-Festplatten sind nicht auf Firmware-Updates durch den Benutzer ausgelegt.

Oft verursachen System- oder Treiberprobleme (weitere Informationen über Treiber finden Sie hier) Symptome, die fälschlicherweise als „Firmware-Probleme“ bezeichnet werden.

Was ist Firmware?

Firmware ist ein Programm, das in die Festplatte integriert ist und grundlegende Funktionen für die Speicherung bereitstellt. Man kann Firmware auch als eine Art Vermittler zwischen der Hardware und der Software (Betriebssystem usw.) sehen. Bei Festplatten kontrolliert die Firmware das Verhalten, die Werkseinstellungen und selbst die Identität der Festplatte. Auf jeder Festplatte, die in einem PC oder Server verwendet wird, wurde vor der Auslieferung im Werk Firmware installiert.

Welches Verhältnis besteht zwischen Firmware und Treibern?

Treiber sagen dem Betriebssystem, wie es sich verhalten soll. Firmware sagt der Festplatte, wie sie sich verhalten soll. Seagate stellt für die meisten Produkte, die mit modernen Windows- oder Mac-Betriebssystemen verwendet werden, keine Treiber bereit – die Treiber müssen von Microsoft, Apple oder dem Motherboard-Hersteller zur Verfügung gestellt werden.

Weshalb werden Firmware-Updates nicht online öffentlich verfügbar gemacht?

Dafür gibt es vier Hauptgründe:

  1. Die Unterstützung von Firmware-Updates beim Kunden erfordert robuste und kompatible Tools, Rückwärtskompatibilität und Datensicherheit. Diese Merkmale sind Bestandteil des Designs von Enterprise-SAS-, Fiber-Channel- und SAS-Schnittstellen-Festplatten.

    Desktop- und mobile SATA- und PATA-Festplatten sind in den allermeisten Fällen nicht auf Firmware-Updates durch den Benutzer ausgelegt. Oft ist Firmware, die der Nummer nach aussieht wie eine neue Version der verwendeten Firmware, mit vorigen Versionen nicht kompatibel. Wenn inkompatible Firmware auf eine frühere Version des gleichen Modells kopiert wird, kommt es zu Datenverlust oder Beschädigung der Festplatte. Ein Firmware-Update bringt selbst unter günstigsten Umständen Risiken mit sich. So kann etwa die Festplatte beschädigt werden, falls während des Updates der Strom ausfällt. Aus diesem Grund nutzt Seagate bei Bedarf den Garantieaustauschprozess, um die Firmware von SATA- und PATA-Festplatten zu aktualisieren.
  2. Wenn eine Festplatte scheinbar nicht richtig funktioniert, liegt das Problem meist beim Betriebssystem (z. B. Windows) oder einem Softwareprogramm. Oft wird als erstes der Firmware die Schuld gegeben, wenn eine Festplatte nicht erwartungsgemäß funktioniert, die Installation nicht genau wie erwartet verläuft, ein Festplattentest fehlerhafte Sektoren meldet usw. Seagate schränkt den Zugang zu Firmware-Updates im Interesse der Benutzer ein.
  3. Manche Festplatten, die den Namen Seagate tragen, aber von einem OEM (Original Equipment Manufacturer) wie z. B. Dell oder Hewlett-Packard (HP) stammen, verwenden spezielle Firmware. OEMs kaufen große Mengen an Festplatten bei Seagate ein und versehen diese mit ihrer eigenen Firmware, bevor die Festplatten als Komponenten eines anderen Geräts, z. B. in einem Server, PC oder Notebook, weiterverkauft werden. Oft installieren OEMs spezielle Firmware, die Leistungssteigerungen für das jeweilige Produkt beinhaltet.

    Es kommt jedoch vor, dass solche Computer zerlegt werden und die Festplatten separat von Hardware-Händlern oder gar auf eBay weiterverkauft werden. Da diese Festplatten den Namen „Seagate“ auf dem Etikett tragen und manchmal sogar dieselben Modellnummern (ST-Nummern) haben wie im Einzelhandel erworbene Festplatten, sind sie leicht mit diesen zu verwechseln. Die spezielle Firmware auf einigen dieser Festplatten kann manchmal außerhalb des ursprünglichen Systems funktionieren, manchmal aber auch nicht. In vielen Fällen würde ein Firmware-Update mit „Standard“-Firmware die Verträge zwischen Seagate und dem OEM verletzen und damit Garantieansprüche an den OEM und an Seagate nichtig machen. Außerdem besteht ein hohes Risiko, die OEM-Festplatte unbrauchbar zu machen.
  4. Ein Firmware-Update verbessert nur in den seltensten Fällen die Leistung einer Festplatten. Die meisten Firmware-Updates werden bereitgestellt, um die Synchronisierung mit dem Timing der Kommunikationsleitungen des Systems zu verbessern.


Es empfiehlt sich daher immer, zunächst nach anderen Problemen bei Festplatte und System zu suchen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Festplatte defekt ist, testen Sie sie mit SeaToolsnutzen Sie unsere Online-Anleitungen zur Problembehandlung oder wenden Sie sich an den technischen Support von Seagate.

Falls Sie von einem anderen Anbieter an Seagate verwiesen wurden und Ihnen gesagt wurde, dass Sie ein Firmware-Update benötigen, wenden Sie sich an den technischen Support von Seagate, um weitere Informationen zu erhalten.

 

Falls die Anweisungen für das Upgrade nicht korrekt befolgt werden, können Daten zerstört oder Ihre Festplatte irreparabel beschädigt werden. Seagate übernimmt keinerlei Gewähr für die Daten auf Ihrer Festplatte, daher sollten Ihre Daten vor dem Firmware-Upgrade neben regelmäßigen Sicherungen, wenn möglich, zusätzlich auf einem sicheren Speicherort/-medium gesichert werden.





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