Anleitung für SeaTools for DOS



SeaTools for DOS ist ein umfassendes und benutzerfreundliches Diagnoseprogramm, mit dem Sie Problemen beim Zugriff auf die Daten auf Ihrem Desktop oder Notebook schnell auf den Grund gehen können. Es beinhaltet verschiedene Tests für den physischen Zustand von Seagate-, Maxtor- und anderen Festplatten. In diesem Artikel finden Sie eine Anleitung für die alte, textbasierte Version von Seatools und die neue Version mit grafischer Benutzeroberfläche.

Um SeaTools for DOS zu nutzen, laden Sie die Disketten-Version oder das bootfähige CD-Image herunter.

Erstellen einer Diskette

Für die Disketten-Version benötigen Sie eine 1,44-MB-Diskette. Klicken Sie auf die .EXE-Datei, die Sie von der Seagate-Website heruntergeladen haben, und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Erstellen einer CD mit der ISO-Image-Datei

In KB-Artikel 201431 ist beschrieben, wie Sie die .ISO-Datei auf eine CD brennen können.

Abbildung Es reicht nicht aus, die Datei einfach auf eine CD zu kopieren, sie muss als Image.

Wenn Sie den bootfähigen Datenträger erstellt haben, legen Sie ihn in das Laufwerk ein und starten Sie den Computer neu. Falls der Computer nicht vom Datenträger startet, müssen Sie möglicherweise die Bootreihenfolge im BIOS ändern. Informationen zum Ändern der Bootreihenfolge finden Sie in oder im Benutzerhandbuch Ihres Computers.

Dieser Artikel behandelt sowohl die neue KB-article 184971 re als auch die ältere Version von Seatools for DOS. Die neuere Version wird zuerst beschrieben, die Anleitung für die ältere Version finden Sie hier.

SeaTools for DOS, neue Version:
Beim Start wird die Lizenzvereinbarung angezeigt:

Abbildung

Klicken Sie auf "I Accept" (Akzeptieren), um den Vorgang fortzusetzen.
Damit gelangen Sie zum Hauptfenster.

Abbildung

Menü „Basic Tests“ (einfache Tests):

  • Short test: Führt einen Festplatten-Selbsttest für Seagate-Festplatten durch. Falls die Festplatte den Selbsttest nicht unterstützt, wird ein Lesetest durchgeführt. Dieser Test dauert ca. 2 Minuten.
  • Long test: Führt eine vollständige Überprüfung der Festplatte aus. Dieser Test wird normalerweise verwendet, um fehlerhafte Sektoren zu finden und zu reparieren.
  • Acoustic test:  Fährt die Festplatte herunter, sodass Sie feststellen können, ob ein verdächtiges Geräusch von der Festplatte oder einer anderen Komponente des Systems verursacht wird.
Abbildung

Menü „Advanced Features“ (erweiterte Funktionen)

  • Set Capacity to 32GB: Beschränkt die Festplattenkapazität auf 32 GB zur Verwendung mit Pentium 3- oder älteren Systemen.
  • Set Capacity manually: Ermöglicht die manuelle Beschränkung der Festplattenkapazität auf eine bestimmte Anzahl logischer Blockadressen (LBA), was zum Beispiel sinnvoll sein kann, wenn eine Festplatte mit ungewöhnlicher Größe in einem RAID-System ersetzt werden soll.
  • Set Capacity to MAX: Stellt die volle Festplattenkapazität wieder her (umgeht nicht die Kapazitätsbegrenzung durch Jumper).
  • Erase Track Zero: Schnelles Löschen der Daten und Partitionen einer Festplatte durch Überschreiben mit Nullen. Dieser Vorgang dauert nur eine Sekunde.
  • Timed Erase (10 Sekunden, 20 Sekunden, 1 Minute, 5 Minuten): Für Fälle, in denen schnelles Löschen nicht ausreicht (z. B. bei Bootloadern).
  • Full Erase: Füllt die gesamte Festplatte mit Nullen. Diese Funktion kann verwendet werden, um fehlerhafte Sektoren wiederherzustellen. Dabei werden alle Daten gelöscht.
    AbbildungDies ist nicht dasselbe wie „sicheres Löschen“.

Die folgende Abbildung zeigt das Ergebnis- und Statusfenster:

Abbildung
  1. Modellnummer und Seriennummer der ausgewählten Festplatte
  2. Festplattenstatus und unterstützte Funktionen
  3. POH (Betriebsdauer in Stunden) und Temperatur der Festplatte in Grad Celsius
Klicken Sie nach dem Test auf „View“, um die Protokolldatei anzuzeigen (enthält nicht viel mehr Informationen als das Ergebnisfenster).

Ältere Version
Nach dem Start von SeaTools wird die Lizenzvereinbarung angezeigt.

Abbildung

Lesen Sie die Lizenzvereinbarung und drücken Sie die Taste „Y“, um die Bedingungen zu akzeptieren und die Testfunktionen zu verwenden, oder die Taste „N“, um das Programm zu beenden. Mit den Tasten „Bild auf“ und „Bild ab“ können Sie durch den Text blättern.
Wenn Sie die Bedingungen des Lizenzvertrags akzeptiert haben, erscheint das Testfenster.

Abbildung

Elemente des Testfensters der älteren Seatools-Version

  • D oder 0-9: Festplattenauswahl - Wählen Sie die Festplatte, für die die Aktionen ausgeführt werden sollen (die entsprechenden Nummern finden Sie im Bereich „Device“).
  • S – Short test: Führt einen Festplatten-Selbsttest für Seagate-Festplatten durch. Falls die Festplatte den Selbsttest nicht unterstützt, wird ein Lesetest durchgeführt. Dieser Test dauert ca. 2 Minuten.
  • L – Long test: Führt eine vollständige Überprüfung der Festplatte aus. Dieser Test wird normalerweise verwendet, um fehlerhafte Sektoren zu finden und zu reparieren.
  • Z – Erase Drive: Löscht die Daten auf der Festplatte. Geeignet zum Löschen fehlerhafter oder ungewöhnlicher Partitionen. Dabei werden ALLE Partitionen und Daten auf der Festplatte gelöscht. Schnelle und gründliche Optionen verfügbar.
  • A – Acoustic: Fährt die Festplatte herunter, sodass Sie feststellen können, ob ein verdächtiges Geräusch von der Festplatte oder einer anderen Komponente des Systems verursacht wird.
  • C – Set Capacity: Wird zur Festlegung der Festplattenkapazität verwendet, um 32-GB und 137-GB-Einschränkungen zu umgehen. Auch für Festplatten, deren Kapazität durch Jumper begrenzt wird.
  • V – View: Ruft die Protokolldatei auf.
Abbildung

Farbiger Text im unteren Bereich:
Weißer Text: Gerät (z. B. Device 0), Modell- und Seriennummer
Gelber Text:  Motherboard -Chipsatz
Hellblauer Text: Gibt an, ob das Motherboard 48-Bit-LBA (Logical Block Addressing) unterstützt, und zeigt die Höchstzahl von LBA und die Kapazität der Festplatte.
Grüner Text:  SMART-Status. Falls die Meldung „SMART has been tripped“ erscheint, brauchen Sie keinen Test durchzuführen. Die Festplatte sollte ausgewechselt werden.
Grüner Text: Gibt an, ob DST (Festplatten-Selbsttest) unterstützt wird. Falls ja, wird der DST beim Testen verwendet.
Blauer Text: Betriebstemperatur – aktuelle und höchste verzeichnete Temperatur. Hilfreich um festzustellen, ob Überhitzung eine Ursache von Festplattenproblemen oder -ausfällen ist. Informationen zur Betriebstemperatur finden Sie im Produkthandbuch. Der Wert „Worst Temp“ gibt die höchste Temperatur an, die für die jeweilige Festplatte jemals verzeichnet wurde.
Abbildung Ein häufig auftretender ungewöhnlicher Wert ist 253 Grad. Dies bedeutet lediglich, dass die Festplatte das Auslesen der Temparaturwerte nicht unterstützt, und ist kein Grund zur Besorgnis.
POH (Power on Hours) – Betriebsdauer der Festplatte über ihre bisherige Lebensdauer.


Acoustic Test (Geräuschtest)

Abbildung

Bei diesem Test wird die Festplatte heruntergefahren, sodass Sie feststellen können, ob ein verdächtiges Geräusch von der Festplatte oder einer anderen Komponente (z. B. einem Lüfter) verursacht wird. Die Festplatte bleibt heruntergefahren, bis Sie eine Taste drücken.
Das Popup-Fenster bleibt einige Sekunden geöffnet, bis die Festplatte wieder hochfährt.


Set Capacity (Kapazität festlegen)

  • S – Set 32 GB Capacity: Begrenzung auf 32 GB. Nützlich für ATA-Festplatten oder ältere Motherboards.
  • R – Reset to Drive Maximum: Zurücksetzen auf maximale Festplattenkapazität. Nützlich für ATA- und SATA-Festplatten, deren Kapazität manuell oder anderweitig begrenzt wurde.
  • M – Set Manually: Manuelles Festlegen der Kapazität. Oft hilfreich bei ATA- und SATA-Festplatten, wenn das Zurücksetzen auf maximale Festplattenkapazität nicht funktioniert.
  • Q – Quit: Zurück zum Hauptmenü.

Festplatte löschen
„Z – Erase Drive“ ist die Hauptmenü-Option für das Überschreiben der Festplatte mit Nullen.

Abbildung

Untermenü:

Abbildung

Im Untermenü stehen folgende Optionen zur Verfügung:

  • Z: Die ersten 63 Sektoren der Festplatte werden mit Nullen gefüllt, dauert nur einen Augenblick.
  • A: Alle Sektoren der Festplatte werden mit Nullen gefüllt, kann mehrere Stunden dauern.
  • F: Die Festplatte wird solange mit Nullen gefüllt wie unter „T“ festgelegt.

Festplatteninformationen
Gelber Text im unteren Bereich des Hauptmenü-Fensters.

Abbildung

Zeigt die erkannten Festplatten

  • Device: Gerätenummer, wird zur Auswahl der zu testenden Festplatte verwendet
  • Model: Modellnummer
  • SN: Seriennummer
  • FW:  Firmware-Version. Nützlich bei SCSI-, SATA- und manchen ATA-Produkten
  • Controller: Chipsatz, an den die Festplatte angeschlossen ist. Hilfreich bei manchen SATA- und Kapazitätsproblemen. Manche ältere Chipsätze haben ein 28-Bit-LBA-Limit und unterstützen nur SATA-Übertragungsraten von 1,5 Gbit/s.

Falls eine der Festplatten in diesem Bereich nicht angezeigt wird, schalten Sie den Computer aus und vergewissern Sie sich, dass die Festplatte korrekt installiert ist.
Informationen zur Konfiguration unterschiedlicher Festplattentypen finden Sie auf der Seite „Installationshilfe“.

Abbildung Dieses Programm erkennt keine externen Festplatten. Verwenden Sie zum Testen externer Festplatten SeaTools for Windows.


Protokolldatei
Die Protokolldatei wird auf dem Bootdatenträger abgelegt, falls dieser beschreibbar ist, oder im Arbeitsspeicher (bei der CD-Version). Ihre Bezeichnung lautet: „Seriennummer.LOG“.
Z. B.: 5NF0R4RC.LOG
Um die Protokolldatei anzuzeigen, drücken Sie die Taste „V“.
Um die Protokolldatei zu schließen, drücken Sie die ESC-Taste.


Teststatus (während des Selbsttests)

Abbildung

Während des Tests wird im oberen Bereich des Bildschirms eine Statusleiste angezeigt und im mittleren Bereich erscheinen die Ergebnisse.
Nach dem Test erscheinen im oberen Bereich wieder die Menüoptionen. Die Ergebnisse bleiben im mittleren Bereich stehen.

Reparatur fehlerhafter Sektoren (Langzeittest)

Wenn beim Langzeittest fehlerhafte Sektoren gefunden wurden, werden Sie gefragt, wie das Programm weiter vorgehen soll.
Das folgende Fenster erscheint am Ende der Überprüfung oder wenn der Test vom Benutzer abgebrochen wurde, falls auf der Festplatte fehlerhafte Sektoren gefunden wurden.

Beispiel:

Abbildung

Folgen Sie den Bildschirmanweisungen, um den Vorgang fortzusetzen.
Weitere Informationen über for DOS finden Sie in der Datei readme.txt.





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