Wie schnell sollte eine externe Festplatte sein?

In der nachfolgenden Tabelle wird die maximale Leistung der einzelnen Schnittstellen verglichen.

Externe Festplatte Interne Festplatte
USB 1.1 bis zu 12 MBit/s Ultra ATA 100 bis zu 100 MB/s
USB 2.0 bis zu 480 MBit/s Serial ATA 1.5 bis zu 1,5 Gbit/s
USB 3.0 bis zu 4,8 Gbit/s SATA 3.0 bis zu 3,0 Gbit/s
    SATA 6.0 bis zu 6,0 Gbit/s
1394a (Firewire 400) bis zu 400 MBit/s    
1394b (Firewire 800) bis zu 800 MBit/s Serial Attached SCSI (SAS) bis zu 1,5, 3,0, 6,0 oder
12,0 Gbit/s
       
eSATA bis zu 1,5 oder 3,0 Gbit/s    
Thunderbolt bis zu 10 Gbit/s    

Bitte beachten Sie nicht nur die Zahlen, sondern auch die Maßeinheiten.

Diese Tabelle zeigt, was bei den verschiedenen Technologien die maximale Bandbreite pro Bus ist. Die angezeigten Übertragungsraten beruhen auf der schnellsten Geschwindigkeit, mit der die Festplatte Daten über das Kabel (oder den Bus) aus dem Laufwerkspuffer hin und her senden kann.

Die Datenübertragung erfolgt so schnell, wie das langsamste Gerät bzw. der langsamste Bus die Daten übertragen kann.
Da im Zuge des technischen Fortschritts immer neuere, schnellere Schnittstellen entwickelt werden, können Benutzer bereits eine Vielzahl an Geräten mit unterschiedlichen Schnittstellen und extrem variierenden Geschwindigkeiten einsetzen. Der Computer bewegt die Daten bei der jeweiligen Übertragung so schnell wie möglich und berücksichtigt dabei die Fähigkeiten aller an der Übertragung beteiligten Geräte. Dabei handelt es sich um:

  • die Ausgangsfestplatte
  • die Schnittstelle, über die die Daten übertragen werden
  • die Zielfestplatte

Möglicherweise ist die Ausgangsfestplatte neuerer Art und kann Daten schneller senden, als sie die Zielfestplatte schreiben kann.
Beispiel: Sicherung der Daten aus einer Serial ATA 6.0-Festplatte auf eine externe Festplatte, die mit einer USB 2.0-Schnittstelle ausgestattet ist. Die Serial ATA-Festplatte und -Schnittstelle sind schneller als USB 2.0, d. h., die USB 2.0-Festplatte und -Schnittstelle stellen hier den Engpass dar.

Möglicherweise kann die Zielfestplatte Daten schneller bewegen und schreiben, als sie die Ausgangsfestplatte senden kann.
Beispiel: Sicherung der Daten aus einer Serial ATA 3.0-Festplatte auf eine externe Festplatte, die mit einer Thunderbolt-Schnittstelle ausgestattet ist. Die Thunderbolt-Schnittstelle ist schneller als SATA 3.0, d. h., die SATA 3.0-Festplatte und -Schnittstelle sind hier der Engpass.

Burst-Übertragungsrate gegenüber Sustained-Übertragungsrate
Viele Festplattenbenutzer betrachten die „Burst-Übertragungsrate“ in der obigen Tabelle fälschlicherweise als das, was von der Leistung im realen Einsatz zu erwarten ist. Das führt unweigerlich zu einer Enttäuschung, wenn die externe USB-Festplatte die Daten nicht mit 50 MB/s bzw. die interne SATA-Festplatte die Daten nicht mit 300 MB/s überträgt.
Das liegt daran, dass kein Speichergerät über die gesamte „potenzielle“ Bandbreite für Datenübertragungen verfügt. Ein Teil der Bandbreite wird mit anderen Geräten auf diesem Bus geteilt und ein anderer Teil wird durch Befehle und zusätzliches Datenaufkommen an der Schnittstelle belegt. Weitere Einschränkungen können an der begrenzten Übertragungsrate am vorhandenen Bus (z. B. USB, SATA oder Thunderbolt) liegen.
Es sollte auch daran gedacht werden, dass schlechte oder langsame Festplattenleistung gewöhnlich auch irgendwie mit einem Faktor der Systemkonfiguration zu tun hat. Nur sehr selten liegt eine schlechte Leistung direkt am Laufwerk. In vielen Fällen wird die wahrgenommene schlechte Laufwerksleistung den Ergebnissen eines Benchmark-Tests zugeschrieben. Benchmark-Ergebnisse sind extrem systemabhängig und können von System zu System variieren. Daher kann Seagate keine genauen Angaben bezüglich anhaltender Übertragungsrate der jeweiligen Festplatte machen.

Weitere Tipps zur Erhöhung der Leistung

  • Versuchen Sie, externe USB-Festplatten mit verschiedenen USB-Ports an Ihrem Computer zu verbinden und experimentieren Sie mit den Datenübertragungen über den jeweiligen Port. Möglicherweise verwenden einige Ports am Computer noch ältere USB-Hardware.
  • Um die beste Leistung zu erzielen, sollten Sie darauf verzichten, externe Laufwerke an USB-Hubs, Switches oder Verlängerungskabel anzuschließen.
  • Defragmentieren Sie die Festplatte (aber nicht, wenn es sich um eine Halbleiterfestplatte handelt).
    Die Festplattenpartition kann im Laufe des normalen Gebrauchs fragmentiert werden. Durch Ausführung des Defragmentierungsprogramms in Windows kann die Leistung einer langsamen Festplatte häufig verbessert werden, indem verstreute Dateien und Daten zusammengefasst werden und dadurch ein schnellerer Zugriff möglich ist.
  • Führen Sie Seatools for Windows auf der Festplatte aus.
  • Führen Sie "checkdisk" auf der Festplatte aus (aber nicht, wenn es sich um eine Halbleiterfestplatte handelt).
  • Tauschen Sie Ihr USB-Kabel durch ein einwandfrei funktionierendes Kabel aus.
  • Leeren Sie den Papierkorb, insbesondere wenn die Festplatte seit längerem in Gebrauch ist. Alte gelöschte Daten hinterlassen auf der Festplatte einen gewissen Fußabdruck, der die Leistung beeinträchtigen kann.
  • Viele Computer verfügen über zahlreiche Programme, die im Hintergrund ablaufen und dadurch Systemressourcen belegen. Beenden Sie möglichst viele Hintergrundprogramme.
    Anleitungen dazu, wie Sie Hintergrundprogramme beim Computerstart deaktivieren können, sind über Microsoft Support (für 8/7/Vista bzw. für XP) erhältlich.
    Schlagen Sie in diesem Microsoft Support-Artikel bezüglich Anleitungen dazu nach, wie Prozesse mithilfe des Windows Task-Manager beendet werden können.
  • Starten Sie im "Safe Mode" und versuchen Sie dann eine Datenübertragung, um zu sehen, ob auf diese Weise die Leistung verbessert werden kann.




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