Meine Festplatte wird vom BIOS nicht erkannt.

Meine Festplatte wird vom BIOS nicht erkannt.





 

Sollte Ihre Festplatte vom BIOS nicht erkannt werden (Auto-Erkennung ist richtig eingestellt), führen Sie bitte folgende Schritte aus, um das Problem zu isolieren und eine Lösung zu finden:

  • Defektes Datenkabel
    ATA-Festplatte: Das BIOS kann keine Festplatte erkennen, wenn das Datenkabel defekt oder nicht richtig angeschlossen ist. Am einfachsten beheben Sie das Problem, indem Sie an die Festplatte ein neues Datenkabel anschließen. Verwenden Sie dazu bitte nur UDMA-Datenkabel mit einer max. Kabellänge von 45,72 cm (18 Inch). UDMA-Datenkabel haben normalerweise farbige Anschlüsse, um eine richtige Installation der Festplatte zu gewährleisten. Bei diesem Kabel wird die Master-Festplatte an den schwarzen Anschluss (Kabelende), die Slave-Platte an den grauen Anschluss (Kabelmitte) und der blaue Anschluss an die Hauptplatine (Motherboard) oder die ATA-Kontroller-Karte angeschlossen.

    Abbildung eines UDMA-Kabels

    Für SATA-Festplatten empfiehlt Seagate die Benutzung von Kabel mit einer Länge von 30,5 cm (12 Inch) bis max. 1 m (39,37 Inch). Weitere Informationen dazu erhalten Sie im Artikel-Nr. 182453 (Englisch)

    Überprüfen Sie stets das Motherboard und die Festplattenverbindungen nach verbogenen oder verstellten Stiften. Durch zusammengefaltete, zerknitterte oder gequetschte Kabel können die Leitungen innerhalb der Isolierung zerbrechen. Äusserlich ist ein solcher Schaden nicht sichtbar. Falls Sie sich nicht sicher sind, ersetzen Sie das Kabel einfach.

     
  • Die Festplatte bekommt keinen Strom (Festplatte läuft nicht an)
    Wenn die Festplatte keinen Strom bekommt oder eine falsche Stromstärke (12V), dann läuft sie nicht an. Um herauszufinden, ob dies die Ursache ist, beachten Sie bitte nachfolgende Punkte:
  1. Bei ausgeschaltetem System öffnen Sie den Computer und entfernen nur das Datenkabel von der Festplatte. Dies verhindert die Übertragung von Energiesparbefehlen an die Festplatte.
  2. Schalten Sie das System ein. Überprüfen Sie, ob die Festplatte anläuft. Wenn Sie die Festplatte an der Seite berühren, sollten Sie eine leichte Vibration spüren. Falls Sie die Festplatte nicht hören oder die Vibration nicht fühlen, prüfen Sie, ob das Laufwerk überhaupt Strom bekommt.
  3. Aufgrund der Vibration und Geräuschentwicklung der Lüfter ist dazu eventuell ein vorheriger Ausbau der Festplatte notwendig.
  4. Falls Sie die Festplatte ausbauen, vergewissern Sie sich, dass Sie ein Erdungsband verwenden. Verbinden Sie zuerst das Strom- und Datenkabel mit der Festplatte bevor Sie das System wieder anschalten.  

Sollte Ihre Festplatte nicht anlaufen, besuchen Sie bitte unsere Garantieservice.

 

  • Falsche Jumperbelegung der Festplatte
    Für alle Seagate-Festplatten ist es empfehlenswert den "Cable Select-Jumper" zu verwenden. 

    Wenn Sie den Cable Select-Jumper für Ihre ATA-Festplatte verwenden, müssen alle Geräte, die an das gleiche Kabel angeschlossen sind, ebenso mit dem Cable Select-Jumper eingerichtet werden. Bei der Cable Select-Einstellung entscheidet das Kabel, ob die Festplatte die Master- oder Slave-Funktion übernehmen soll. Die Master-Festplatte muss dazu an den schwarzen Anschluss (Kabelende), die Slave-Platte an den grauen Anschluss (Kabelmitte) und der blaue Anschluss an die Hauptplatine (Motherboard) oder die ATA-Kontroller-Karte angeschlossen werden.

    Weitere Informationen erhalten Sie in Antwort-Nr. 196299.

Falls Sie eine 3.0 Gbit/s SATA-Festplatte haben, die von Ihrem 1.5 Gbit/s SATA-Kontroller nicht oder nicht richtig erkannt wird (oder Ihr System hängt sich auf) ist es vermutlich notwendig den entsprechenden Jumper zu setzen, um die Datenübertragungsrate auf 1.5 Gbit/s zu reduzieren. Weitere Informationen dazu erhalten Sie in Antwort-Nr. 193775 (Englisch).

  • Die Festplatte (Kapazität) ist zu groß, um vom BIOS unterstützt zu werden (nur ATA)

    :  Diese Prozedur gilt nur für ATA-Festplatten, da es keine Kapazitätsprobleme mit SATA-Kontrollern und großen SATA-Festplatten gibt.

    Bei älteren Systemen (vor Oktober 1998) kann es vorkommen, dass sie sich während der Erkennung größerer Festplatten aufhängen. Typische Kapazitätsbarrieren sind 528 MB, 2,1 GB, 8,4 GB und 32 GB. Es gibt mehrere Möglichkeiten solche Kapazitätsbarrieren zu umgehen. Trennen Sie zuerst das Daten- und Stromkabel von der Festplatte bevor Sie ins BIOS gehen, damit das System nicht einfriert oder sich nicht aufhängt. 

    :  Mit folgenden Schritten wird es möglich, dass ältere Systeme große Festplatten (allerdings mit reduzierten Kapazitäten) verwalten können. Falls Sie die volle Kapazität Ihrer Festplatte nutzen möchten, empfehlen wir entweder eine Aktualisierung des BIOS oder (besser) die Anschaffung einer neuen PCI-ATA-Kontrollerkarte.
    1. Starten Sie das System neu und gehen Sie in das BIOS. Normalerweise funktioniert das indem Sie sofort nach dem Systemstart die F2-Taste, Löschtaste (Entfernen), oder die F1-Taste drücken . Achten Sie beim Starten Ihres Computers auf eine entsprechende Meldung, die Sie darüber informiert wie Sie in das BIOS gelangen können.
    2. Setzen Sie die BIOS-Einstellungen für die Festplatte von "Auto-Detect" auf "None" oder "Off".
    3. Speichern Sie diese Einstellungen, verlassen das BIOS und schalten Sie den Computer aus.
    4. Verbinden Sie die Festplatte wieder mit Strom- und Datenkabel und booten Sie von der SeaTools für DOS-CD oder Floppy.
    5. Beim Bootvorgang ins SeaTool-Programm betätigen Sie die C-Taste, um die Festplattenkapazität einzurichten. 
    6. Falls Sie nicht wissen, welche maximale Kapazität das BIOS Ihres Systems unterstützt, betätigen Sie die S-Taste, um die Kapazität auf 32 GB (typische Begrenzung älterer Systeme) zu setzen. Sollte Ihnen die Kapazität bekannt sein, richten Sie diese mit der M-Taste manuell auf die richtige Größe ein.
    7. Sobald Sie die Kapazität der Festplatte geändert haben und SeaTools für DOS akzeptiert sie, fahren Sie Ihr System herunter und schalten es aus. Damit löschen Sie jegliche Informationen, die sich im Cache befunden haben. Falls Sie einfach nur einen Neustart durchführen, können die Änderungen der Kapazitätseinstellungen verloren gehen.
    8. Schalten Sie das System wieder an und gehen ins BIOS. Setzen Sie dort die Festplatteneinstellungen zurück auf "Auto-Detect".
    9. Speichern Sie die Einstellungen und verlassen das BIOS. Booten Sie nun mit der Installations-CD des Betriebssystems und Installieren das Betriebssystem.

Alternative Einstellungen: Obige Schritte 1 und 2 funktionieren nicht mit einigen Systemen. Bemerkbar wird dies durch "Hängenbleiben" des Systems beim Anschalten oder dadurch, dass SeaTools für DOS keine Festplatte erkennt, nachdem die Festplatteneinstellungen im BIOS auf "None" gesetzt wurden.

  1. Setzen Sie die Festplattenparameter manuell auf 1024 Zylinder (cylinders), 16 Köpfe (heads) und 63 Sektoren (sectors).
  2. Setzen Sie "LBA" auf "Normal", "Standard" oder "Disabled", "Write Pre Comp" (WpCom) und "Landing Zone" (LZ) können auf null gesetzt werden.
  3. Speichern Sie die Einstellungen, verlassen das BIOS und schalten Sie den Computer aus.
  4. Verbinden Sie die Festplatte wieder mit Strom- und Datenkabel und booten Sie von der Installations-CD des Betriebssystems.

Falls SeaTools für DOS die Festplatte noch immer nicht erkennt, wenden Sie sich an den Hersteller Ihres Motherboards oder besorgen sich eine Ultra ATA PCI-Kontrollerkarte.

  • Defekte Festplatte 
    Falls Sie nach Befolgen o.a. Schritte noch immer Probleme bei der Festplatten- bzw. Betriebssysteminstallation haben, ist es empfehlenswert, die Festplatte mit SeaTools für DOS zu testen. Falls SeaTools für DOS einen Fehlercode generiert, besuchen Sie bitte unsere Garantieservice.




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