Verwenden von SeaTools Bootable


SeaTools Bootable ist ein umfassendes, benutzerfreundliches Diagnosetool, mit dem Sie den Zustand Ihres Laufwerks schnell ermitteln können. Anhand einer Reihe von Tests werden die physikalischen Medien auf Ihrem Festplattenlaufwerk von Seagate, LaCie, Maxtor, Samsung oder anderen Herstellern untersucht. 

Erstellen von bootfähigen Medien
  • Das Flash-Laufwerk muss eine Speicherkapazität von mindestens 256 MB, jedoch höchstens 32 GB haben.
  • Das Laufwerk muss mit FAT32 formatiert sein.
  • Für die bootfähigen Medien benötigen Sie ein USB-Flash-Laufwerk und müssen einen Seaboot-USB-Maker herunterladen.

Verwenden von bootfähigen Medien

Sobald die bootfähigen Medien erstellt wurden, starten Sie den Computer mit den damit verbundenen Medien. Wenn das Booten über die Medien fehlschlägt, müssen Sie eventuell die Boot-Reihenfolge im Computer-BIOS ändern. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls beim Hersteller darüber, wie die Boot-Reihenfolge geändert wird.

Wählen Sie „SeaTools Bootable Diagnostics“.
Hinweis: Bei den bootfähigen Medien sind SeaTools Bootable und SeaChest auf dem Flash-Laufwerk installiert.

Wählen Sie die gewünschte Sprache und klicken Sie dann auf OK.
 
User-added image

 
Auf dem nächsten Bildschirm wird die Endkunden-Lizenzvereinbarung angezeigt. Klicken Sie auf „Akzeptieren“.

User-added image
 

Alle erkannten Laufwerke werden mit ihrer Modell-ID, ihrer Seriennummer und der Bezeichnung der Firmware-Version aufgeführt. Am oberen Rand werden sieben Optionen angezeigt: Datei, Basistests, Erneut durchsuchen, Erweiterte Funktionen, Sprache, Hilfe und Beenden.

Unter „Datei“:
  • Über – Zeigt die aktuell ausgeführte Version an.
  • Protokoll anzeigen – Zeigt ein Protokoll des ausgeführten Tests an und gibt an, ob der Test erfolgreich war, fehlgeschlagen ist oder abgebrochen wurde, einschließlich der Laufwerk-Seriennummer aus dem Test.

User-added image

 
Basistests:
 
Hinweis: Bei Tests auf einem Laptop sollten Sie den Wechselstromadapter anschließen, damit während des Tests ausreichend Strom vorhanden ist.
 
  • S.M.A.R.T.-Prüfung – Prüft, ob S.M.A.R.T ausgelöst wurde.
  • Kurzer Festplatten-Selbsttest – Führt Diagnosen durch, die in die Firmware der Laufwerke integriert sind.
  • Kurzer allgemeiner Test – Testet verschiedene Bereiche des Laufwerks.
  • Langer allgemeiner Test – Überprüft jeden Sektor des Laufwerks.
  • Alles korrigieren – Hier stehen die beiden Optionen Schnell und Lang zur Auswahl. Mit dieser Funktion werden alle fehlerhaften Sektoren repariert. Sichern Sie die Daten, ehe Sie eine der beiden Korrekturoptionen auswählen.
    • Schnell – Anhand des Aktivitätsprotokolls wird festgestellt, welcher Sektor möglicherweise fehlerhaft ist. Bei erfolgreicher Neuzuordnung wird der nächste Sektor untersucht. Falls nicht, schlägt der Test fehl. 
    • Lang – Führt eine vollständige Überprüfung der Medien durch, um Problemsektoren zu erkennen und neu zuzuordnen. Die lange Überprüfung nimmt mehrere Stunden in Anspruch.

User-added image

 
Erweiterte Funktionen:

Wenn „Erweiterte Funktionen“ ausgewählt ist, wird eine Warnung angezeigt mit der Information, dass datenvernichtende Optionen vorhanden sind, die zu einem Datenverlust führen könnten. Drücken Sie F8, um erweiterte Tests zu aktivieren.
  • Standby – Schaltet die Festplatte in den Ruhemodus, sodass Sie feststellen können, ob Rauschen in einem System durch das Laufwerk oder anderweitig verursacht wird.
  • Max. LBA einstellen – Ermöglicht, dass die Laufwerkkapazität verringert oder auf die ursprüngliche Höchstkapazität zurückgesetzt wird.
  • Löschen – Überschreibt das gesamte Laufwerk mit Nullen.
  • Löschen mit Write Same – Dies ist (insbesondere für USB-Laufwerke) eine schnellere Version der Löschfunktion.
  • Löschen und Bereinigen – Dauert nach dem Start rund 3 Stunden je Terabyte und muss abgeschlossen sein, ehe das Laufwerk wieder in den Normalbetrieb wechselt. 
  • Löschen mit PSID – Löscht den Verschlüsselungsschlüssel des Laufwerks; dies dauert nur wenige Sekunden.
    • Hinweis: Die Löschoptionen unterscheiden sich je nach Laufwerk.
Unter „Löschen“ stehen vier Optionen zur Auswahl:
  • Vollständig überschreiben – Überschreibt das gesamte Laufwerk mit Nullen. Diese Option kann zur Wiederherstellung fehlerhafter Sektoren genutzt werden und führt zur Löschung aller Daten.
  • Löschen mit Track ZERO – Löscht mit einem schnellen Zero-Fill-Vorgang die Daten und Partitionen von einem Laufwerk. Dieser Vorgang ist binnen einer Sekunde erledigt.
  • Zeitraum – Dient zum Auslösen eines Löschvorgangs ab der/bis zur angegebenen Anfangs- und End-LBA.
  • Zeit – (10 Sekunden, 20 Sekunden, 1 Minute, 5 Minuten) – Praktische Option für den Fall, dass ein schneller Zero-Fill-Vorgang nicht ausreicht (etwa bei Bootloadern).

User-added image
 
Sprache:
  • Ermöglicht das Ändern der Sprache in SeaTools Bootable.
Hilfe:
  • Stellt Informationen zu Hilfethemen innerhalb der Anwendung bereit.
Protokolle
  • Protokolldateien können nur dann dauerhaft gespeichert werden, wenn SeaTools von einem USB-Gerät aus betrieben wird.
  • Testergebnisse werden automatisch in einer Protokolldatei gespeichert. Der Dateiname basiert auf der Seriennummer des Laufwerks. Während der Nutzung der Anwendungen werden die Inhalte dieser Protokolle auch unten rechts auf den Registerkarten in Echtzeit angezeigt.
  • Protokolle können auch angezeigt werden, wenn Sie die Anwendung SeaTools Bootable beenden, indem Sie auf das kleine x-Symbol oben links auf dem Bildschirm klicken. Auf dem Terminal-Bildschirm werden die Namen der auf dem USB-Laufwerk verfügbaren Seriennummerprotokolle angezeigt. Zeigen Sie diese Protokolle mit dem Linux-Befehl „more“ an, indem Sie „more yourserialnumber.log“ eingeben (geben Sie statt „yourserialnumber“ die tatsächliche Seriennummer ein). Drücken Sie nach dem Lesen des Protokolls die Taste Q, um wieder zur Befehlszeile zu wechseln. Geben Sie zum erneuten Starten von SeaTools Bootable den Befehl „sudo ST4L --exitPowerOff“ ein. (Achten Sie bei der Eingabe von Befehlen in Linux auf die richtige Groß- und Kleinschreibung.)